Werkzeug zur elektrischen Verbrauchsoptimierung
Tragen Sie die Kennzahlen Ihres Betriebs ein und sehen Sie, wie Ihr Stromverbrauch im Vergleich zu anderen Brauereien ähnlicher Größenordnung liegt. Ihre Angaben verbessern zugleich die Vergleichsgrundlage für alle anderen.
Vielen Dank, dass Sie unser Werkzeug nutzen möchten. Mit den Ergebnissen möchten wir Richtwerte und Maßnahmenoptionen für eine elektrische Verbrauchsoptimierung in Ihrem Betrieb bieten. Die Auswertung beruht auf den Angaben anderer teilnehmender Betriebe. Eine Prüfung dieser Angaben findet nicht statt; die Richtigkeit der dargestellten Ergebnisse und Vergleichswerte können wir daher nicht garantieren.
Aus diesem Grund bitten wir Sie, keine Fantasiewerte einzutragen und mit Ihrem Betrieb nur einmal je Bezugsjahr teilzunehmen. Für unterschiedliche Bezugsjahre können Sie gerne mehrfach eintragen — dafür verwenden Sie einfach denselben Code.
Das Werkzeug kann wertvolle Anreize bieten, ersetzt aber keine ausführliche Einschätzung Ihres Betriebs, wie sie etwa eine professionelle Energieberatung leistet. Für diese bitten wir Sie, auf andere Ressourcen zurückzugreifen.
So funktioniert der Vergleich
In der folgenden Eingabemaske werden Sie nach Produktionsmengen und Stromverbräuchen gefragt: nach den abgefüllten Mengen Bier und alkoholfreier Erfrischungsgetränke sowie nach dem Gesamtstromverbrauch Ihrer Brauerei und — sofern messbar — den Teilbereichen Kälteanlage, Abfüllanlage(n) und Drucklufterzeugung.
Verfügt Ihre Brauerei über eine eigene Mälzerei und/oder eine eigene Kläranlage, so ist es sinnvoll, diese Verbräuche vom Gesamtstromverbrauch abzuziehen. Besonderheiten wie eine angeschlossene Gastronomie sollten ebenfalls herausgerechnet werden. Das dient der besseren Vergleichbarkeit.
Vergleichsgruppen
Ein zielführender Betriebsvergleich ist nur möglich, wenn Brauereien ähnlicher Größenordnung miteinander verglichen werden. Ihre Vergleichsgruppe umfasst deshalb alle teilnehmenden Betriebe, die bis zu 50 % mehr und bis zu 50 % weniger Volumen pro Jahr produzieren.
Beispiel 1: Ihre Brauerei produziert 100.000 hl/a Bier. Ihre Vergleichsgruppe beinhaltet dann Brauereien von 50.000 bis 150.000 hl/a.
Wie sich Ihre Jahresproduktion berechnet
Die Jahresproduktionsmenge bezieht sich auf die Abfüllmenge des verkaufsfertigen Produkts. Dieser Wert sollte für Brauereien jeder Größenordnung am einfachsten zu erfassen sein — entscheidend ist, dass sich alle Teilnehmenden auf denselben Wert beziehen.
In Brauereien wird häufig nicht nur Bier produziert, sondern auch alkoholfreie Erfrischungsgetränke, oft zu einem nicht unbeträchtlichen Anteil. Ihre Jahresproduktion, die zur Zuordnung Ihrer Vergleichsgruppe herangezogen wird, berechnet sich daher aus Ihrer Jahresproduktion an Bier und der Hälfte Ihrer Jahresproduktion an alkoholfreien Erfrischungsgetränken. Bier schließt dabei alkoholfreies Bier und den Bieranteil von Biermischgetränken ein; alkoholfreie Erfrischungsgetränke schließen Mineralwasser mit ein.
Der Grund: Die Abfüllung ist für Bier und AFG gleichermaßen energieaufwendig und bestimmt häufig den zweitgrößten spezifizierbaren Bereich des elektrischen Energieverbrauchs einer Brauerei; zusätzlich wird ein großer Teil der Druckluft in der Abfüllung benötigt. Alkoholfreie Erfrischungsgetränke durchlaufen jedoch nicht die energieaufwendigen Prozesse der Würzeproduktion, Gärung, Reifung und Filtration. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass für einen Hektoliter abgefüllten alkoholfreien Erfrischungsgetränks etwa die Hälfte an elektrischer Energie aufgewendet wird wie für einen Hektoliter abgefüllten Bieres. Wird in Ihrer Brauerei auch Fremdbier abgefüllt, so ist diese Menge ebenfalls bei den AFG hinzuzurechnen.
Beispiel 2: Ihre Brauerei produziert 100.000 hl/a Bier sowie 50.000 hl/a alkoholfreie Erfrischungsgetränke und füllt 30.000 hl/a Fremdbier ab. Die Berechnung addiert 50 % des Abfüllvolumens der alkoholfreien Erfrischungsgetränke und 50 % des Fremdbiers zur Bierproduktion hinzu: 100.000 + 0,5 × (50.000 + 30.000) = 140.000 hl/a kombinierte Produktion. Ihre Vergleichsgruppe beinhaltet dann Brauereien von 70.000 bis 210.000 hl/a.
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Philipp Zeuschner bei der VLB Berlin: zeuschner@vlb-berlin.org
